Teamarbeit vorm und hinterm Deich

Seit 50 Jahren bietet das Haus Warwisch jungen Abenteurern Unterkunft

Auf dem Hohendeicher See – auch Oortkatensee genannt – finden Segelkurse für Kinder und Jugendliche statt.

Vor 50 Jahren ist das Haus Warwisch aus dem Jugendhilfeverein Hamburg erwachsen. Seitdem wird in dem Selbstversorgerhaus und im gegenüberliegenden Bootslager gebaut, gebastelt und geklönt. Im ehemaligen Schulhaus ist Platz für gut 50 Kinder und Jugendliche. Dazu gibt es zwei große Küchen und einen Gruppenraum, wo einst die Turnhalle war. Mittendrin und obendrüber wohnt Tobias Klotz. „Wir sind Erlebnishaus und geschützter Raum zugleich“, sagt der amtierende Hausherr. Die Abgelegenheit ist für ihn das Einmalige am Haus Warwisch: „Hier kann sich jeder austoben und die Wildnis an der Elbe für sich entdecken.“

Freizeiten und Ferienprogramm

Kirchengruppen, Schulen und Vereine treffen sich am Wrauster Bogen regelmäßig zu Freizeiten. Eine feste Kooperation besteht zum Beispiel mit der Kirchwerder Schule. Das Haus Warwisch gehört für die Jahrgänge der sechsten Klasse schon seit Jahren zur Schulzeit dazu. In den Ferien bietet das Team Abenteuertage für alle an. Nach einem selbst gemachten Frühstück warten Floßbau, Bogenschießen, Paddeltouren, Segelkurse und der Abend am Lagerfeuer. Je nach Wunsch kann man die Tage am Deich selbst gestalten oder auf die Tipps der Erlebnispädagogen vor Ort vertrauen. Die wissen auch, wie man Schietwetterphasen gut gelaunt übersteht.

Vorbereitungen für die neue Segelsaison

Derzeit bereitet man sich im und vorm Haus auf den Frühling vor. Auf der anderen Seite des Wrauster Bogens lagern Jollen und Boote, der Trailer mit den Bauteilen zum Floßbau und die Steganlage. Da und dort wartet eine Planke noch auf frischen Anstrich. Vier bis sechs Segelboote lässt der Verein jeden Sommer am Hohendeicher See zu Wasser. Über Helfer mit Segelschein freut man sich auch in dieser Saison. Für die Teilnahme am Segelkurs reicht das Schwimmabzeichen in Bronze. Alles andere lernt man im Kurs. Ab Ostern gibt es wieder zwei feste Gruppen, die auch im Winter an den Booten arbeiten werden.

Abenteuer statt Zuschauen

Gemeinsamkeit und Abenteuer kommen im Haus Warwisch immer gut. Manches hat sich in 50 Jahren aber auch geändert. Dem Team ist wichtig, mehr als eine Ergänzung zur Ganztagsschule zu sein. Man will den offenen Charakter behalten. Das ist eine Gratwanderung, birgt aber auch die Chance, auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, deren Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer wird, einzugehen. Im Haus ist es leiser, seitdem alle, sobald für sich, aufs Smartphone schauen. Aber genau darum geht es: die Schwelle zwischen passivem Zuschauen und selbst anpacken zu knacken. „Manche haben den Mut verloren, Unbekanntes auszuprobieren“, bedauert Tobias Klotz. Im Haus Warwisch wartet das Abenteuer auf sie.

OFFENES FERIENANGEBOT FRÜHJAHR 2026

Schnuppersegeln am 30.4. und 27.5. von 16–18 Uhr, ab 9 Jahren, kostenfrei. Treffpunkt an der Steganlage am Oortkatensee (Bushaltestelle Overhaken).

Abenteuertage XXL mit Übernachtung vom 10.–12.5. für Kinder von 9–13 Jahren. Kosten: 125 Euro.

Infos unter www.hauswarwisch.de, Voranmeldung erbeten unter ferien@hauswarwisch.de oder Telefon: 0 40/7 23 04 58.

Anfahrt: Busse der Linien 120 und 424 fahren stündlich ab Bergedorf zu den Haltestellen Wraust oder Kirchwerder Schulweg.

Außenasicht Haus Warschitsch

Bergedorfer Jugendforum.
Ein neuer Raum für Mitsprache

Gruppe von Jugendlichen lächeln in die Kamera

Am 3. Dezember 2025 hat das erste Bergedorfer Jugendforum eindrucksvoll gezeigt, wie viele Ideen junge Menschen für ihren Bezirk haben und wie ernst sie ihre Rolle in der Demokratie nehmen. Im Haus der Jugend Heckkaten (PinkHaus) kamen 23 Jugendliche zusammen, um nah am Alltag über Schule, Freizeit, Klima, Zusammenhalt und Mitsprache in Bergedorf zu sprechen.

Eingeladen hatte die Partnerschaft für Demokratie (PfD) Bergedorf, getragen von der BergedorfBilleStiftung. Ziel war es, eine außerschulische, bezirksweite Plattform zu schaffen, auf der Jugendliche ihre Sichtweisen einbringen und erleben können, dass ihre Stimmen ernst genommen werden.​

Das PinkHaus bot dafür den passenden Rahmen. Die lockere Atmosphäre half, Berührungsängste abzubauen: Viele der Teilnehmenden standen erstmals in einem politischen Beteiligungsformat und merkten schnell, dass Demokratie Spaß machen und kreativ sein kann.

​Themen, die die Jugend wirklich beschäftigen

In verschiedenen Gesprächsrunden sammelten die Jugendlichen, was sie im Alltag besonders bewegt, und entwickelten daraus konkrete Anliegen und Projektideen:

  • Gleiche Lernbedingungen für alle und mehr ruhige Lernräume außerhalb der Schule.
  • Mehr Aufmerksamkeit für mentale Gesundheit und niedrigschwellige Unterstützung im Stress zwischen Schule, Ausbildung und Familie.
  • Bessere Informationen für Erziehungsberechtigte zur Begleitung Jugendlicher.
  • Ideen zur Selbstverwirklichung im Stadtteil, etwa ein Klima-Café oder kreative Nachhaltigkeitsformate.
  • Ein Jugendparlament zur dauerhaften Mitsprache.

So wurde deutlich: Es geht nicht nur um „mehr Angebote“, sondern um echte Beteiligung – darum, dass junge Menschen ihre Umgebung mitgestalten und Verantwortung übernehmen wollen.

Logo des Bundesministeriums für Förderung Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Logo: Partnerschaft für Demokratie

Unterstützung durch Bezirk und PfD

Begleitet wurde das Jugendforum von der Partnerschaft für Demokratie und Vertreter*innen des Bezirksamtes Bergedorf, die Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit aufzeigten. So wurde erklärt, wie die PfD Projekte fördert, welche Schritte dafür nötig sind und welche Unterstützung Jugendliche bei der Umsetzung ihrer Ideen bekommen können.

Mitmachen! Jugendbeteiligung wird ausgebaut

Das erste Jugendforum hat den Grundstein für eine langfristige Beteiligungskultur gelegt, in der junge Menschen in Bergedorf nicht nur Zielgruppe von Angeboten sind, sondern aktiv mitentscheiden. 2026 finden weitere Workshops und Foren statt, in denen an den Ideen weitergearbeitet wird und neue Vorhaben angestoßen werden.

Junge Mitglieder der Bergedorf-Bille sind dabei ganz besonders herzlich eingeladen, sich einzubringen – ob mit eigenen Projektideen, als Teil einer Jugendgruppe oder einfach, um einmal auszuprobieren, wie Beteiligung vor Ort funktionieren kann. Wer Interesse hat oder mehr erfahren möchte, kann sich per Mail an  pfd-bergedorf@bergedorf-bille.de wenden. Aktuelle Informationen gibt es unter www.bergedorf-lebt-demokratie.de.

Workshopteilnehmer und -leiter vor einem Pinnboard mit Begriffen

Klare Worte

„Die Quartiersarbeit braucht die finanzielle Unterstützung der Stadt“

Vorstand Thomas Speeth blättert in einer Zeitschrift.

Thomas Speeth ist Vorstand der Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer-Genossenschaft eG

Herr Speeth, was ist eigentlich unter dem Begriff „Quartiersansatz“ zu verstehen? Mit diesem Begriff möchten die Genossenschaften zum Ausdruck bringen, dass man innerhalb von Quartieren ansetzen sollte, um kleine Dinge und größere Veränderungen zu bewirken. Ein Beispiel: Eine freiwillig engagierte Nachbarin bietet im Quartierstreff einen regelmäßigen Kaffeeklatsch an. Was als kleine Initiative mit wenigen Teilnehmenden begann, hat sich im Laufe der Zeit zu einem wichtigen wöchentlichen Ereignis entwickelt. Insbesondere alte und allein lebende Menschen, auch außerhalb unserer Genossenschaft, kommen regelmäßig. Der Kaffeeklatsch bietet für sie die Gelegenheit, unter Menschen zu kommen. Sie müssen dafür weder weit gehen noch belastet es ihren schmalen Geldbeutel (z. B. 50 Cent für den Kaffee, 70 Cent für den Kuchen). Dieses Beispiel steht stellvertretend für viele andere Angebote von ehrenamtlich Engagierten, die zum Beispiel Sommerfeste, Senioren-Yoga oder Tischtennis organisieren.

Was bewirkt das in den Quartieren? Die Gemeinschaft wird gestärkt. Die Menschen leben in ihren Wohnungen nicht nebeneinanderher, sondern kümmern sich umeinander, haben einander im Blick. Die Menschen können direkt vor Ort aktiv werden und benötigen wenig Geld dafür. Die Möglichkeit, sich zu beteiligen, Wirkung zu entfalten und etwas für andere zu tun, ist das beste Mittel gegen Einsamkeit.

Welche Akteure kooperieren dafür? Die Initiative kommt ursprünglich von den Genossenschaften. Wir sind vor mehr als zehn Jahren mit Partnern wie dem Diakonischen Werk Hamburg, der Martha Stiftung, dem Sozialkontor und der Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll Kooperationen eingegangen. Wir haben Pilotquartiere in Langenhorn, Sasel, Stellingen oder Ohlsdorf gebildet, um den Ansatz zu testen. Gemeinsam war diesen Quartieren: Viele der dort wohnenden Menschen sind betagt und allein lebend. Die Quartiere sind groß, und durch Nachverdichtung, Abriss und Neubau oder energetische Modernisierung stehen strukturelle Veränderungen an. Mitarbeitende aus unserem Quartiers- und Freiwilligenmanagement und ausgebildete Quartiersentwickler*innen der Kooperationspartner haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass das nachbarschaftliche Miteinander in diesen Quartieren gestärkt wird. Die Kooperationspartner haben außerdem in den Quartieren regelmäßige Sprechstunden zu verschiedenen Themen angeboten. Die Genossenschaft hat im Gegenzug Wohnraum zur Verfügung gestellt, der speziell für die Zielgruppen der Sozialträger geeignet ist. Das sind zum Beispiel zwei Wohn-Pflege-Gemeinschaften für Menschen mit demenzieller Erkrankung in Stellingen und Ohlsdorf.

Wie wird das finanziert? Die Kosten für das gemeinsame Projekt haben sich die Genossenschaft, die Stadt Hamburg und die Kooperationspartner bislang aufgeteilt, zu jeweils einem Drittel. Die Genossenschaft finanziert zudem die Festangestellten im Freiwilligenmanagement und in der Quartiersentwicklung sowie die ehrenamtlichen Angebote in den Wohnanlagen.

Vor welchen Herausforderungen steht die genossenschaftliche Quartiersarbeit heute? Die Stadt Hamburg betrachtet ihre finanzielle Unterstützung als Anlauffinanzierung, die nach zwei bis maximal drei Jahren beendet wird. Das bedeutet, dass die Genossenschaften und andere Träger (Stadtteilvereine, Soziokulturelle Zentren, SAGA) Aufwendungen für die Quartiersarbeit zu hundert Prozent selbst tragen müssen. In der Konsequenz können wir keine neuen Quartiere in unserem Bestand gemeinsam mit Kooperationspartnern entwickeln.

Was muss sich ändern, damit die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden kann? Die Stadt Hamburg hat schon vor vielen Jahren erkannt, wie wichtig die Quartiersarbeit und das ehrenamtliche Engagement der Menschen vor Ort sind. Unser Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher hat sich im Jahr 2023 bei einem Besuch im Quartier Stellingen selbst ein Bild davon gemacht. Er zeigte sich begeistert von unserer Quartiersarbeit und der Arbeit der Kooperationspartner. Die Anlauffinanzierung der Stadt müsste verstetigt werden. Bedauerlich ist, dass die Kooperationspartner durch das Ende der finanziellen Unterstützung in der Quartiersentwicklung nun kein Geschäftsmodell mehr für sich sehen und dieses Angebot aus ihrem Katalog streichen. Das ist sehr schade, da die Quartiersarbeit sehr viel Gutes bewirkt, indem sie die Menschen in körperlicher und geistiger Bewegung hält.

Geschichte und Gegenwart

So arbeiten die
Genossenschaften zusammen

Fassade mit einem Plakat der Hamburger Baugenossenschaften mit dem Spruch "In Hamburg sind wir dein Heimvorteil"

Hätten Sie es gewusst? Mehr als 30 Wohnungsbaugenossenschaften setzen sich in der Hansestadt für bezahlbares Wohnen ein. Mit rund 135.000 Wohnungen bieten sie mehr als 230.000 Hamburger Bürgerinnen und Bürgern und ihren Familien ein Zuhause. Die größte Wohnungsbaugenossenschaft in der Stadt ist der Bauverein der Elbgemeinden eG. Die im Jahr 1875 gegründete Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer Genossenschaft eG ist die älteste hamburgische Wohnbaugenossenschaft. Als lokal verwurzelte Arbeit- und bedeutende Auftraggeber für das Handwerk sind die kleineren und größeren Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Zudem sichern sie gemeinsam mit mehr als 1.550 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wichtige Arbeitsplätze in der Wohnungswirtschaft und wirken mit knapp 150 Ausbildungsplätzen dem Fachkräftemangel entgegen. Bei großen Bauprojekten wie zum Beispiel in der HafenCity arbeiten die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften auch immer wieder direkt zusammen und sorgen gemeinsam für neuen Wohnraum. Seit 1976 bündelt der Verein Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften e. V. die Aktivitäten der rund 30 Mitgliedsgenossenschaften in der Hansestadt. Aufgabe des Vereins ist es, den Austausch und die Zusammenarbeit der einzelnen Genossenschaften untereinander zu fördern und die Interessen der Mitgliedsgenossenschaften nach außen zu vertreten. Stellvertretend für alle Vereinsmitglieder steht der Verein im kontinuierlichen Dialog mit Politik, Wirtschaft und den Medien. Die Vorstände aus derzeit fünf Mitgliedsgenossenschaften bilden ehrenamtlich den Vorstand des Vereins. Der Verein ist übrigens auch Herausgeber der „bei uns“, die Sie seit Jahrzehnten vierteljährlich über Hamburg, über Stadtentwicklung, Wohnen und die Genossenschaften informiert.

Unsere Mitbewohner

Reismehlkäfer

Woher stammt er?

Ursprünglich vor allem in Südostasien beheimatet, hat sich der Vorratsschädling inzwischen weltweit verbreitet. Die 2 bis 6 Millimeter langen Insekten sind oval geformt und haben schwarze bis rotbraune Flügeldecken.

Wie kommt er ins Haus? 

Häufig mit dem Einkauf! Ob Mehl, Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Tierfutter – es kann passieren, dass die Waren bereits im Laden mit Larven oder Eiern kontaminiert waren. Der Schädling frisst sich durch die Vorräte, verunreinigt sie mit Kot, Spinnfäden, Puppenhüllen und hinterlässt sie verklumpt, zum Teil rosa verfärbt und muffig riechend.

Wie werde ich ihn los?

Befallende Lebensmittel müssen vollständig entsorgt werden, dann die Schränke nach Käfern, Larven und Puppen absuchen und die Regale gründlich reinigen.

Wie kann ich vorbeugen? 

Werfen Sie einen prüfenden Blick auf Einkäufe, Warnsignal sind angefressene Verpackungen. Lagern Sie Ihre Lebensmittel kühl und trocken, Mehl, Nudeln & Co. am besten in gut verschließbaren Behältern. Plus: Ein regelmäßiger Check gemäß der FiFo-Strategie („first-in, first-out“) ist sinnvoll.

Service

ADRESSEN, DIE WEITERHELFEN

Ob kostenlose Kultur oder
praktische Hilfe:
Diese Kontakte bieten Unterstützung

KISS. Hamburg

Wo treffe ich Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich? In der Kontakt- und Informationsstelle finden Sie alles Wissenswerte über die mehr als 1.000 Hamburger Selbsthilfegruppen, kiss-hh.de

Bei Anruf Kultur

Erleben Sie Ausstellungen – live und kostenlos von zu -Hause aus. „Bei Anruf Kultur“ bietet telefonische Kulturführungen aus über 125 Museen und Kulturorten an, beianrufkultur.de oder Tel. 040 20 94 04 69

Verbraucherzentrale

Seit über 60 Jahren unterstützt diese Institution Verbraucher und Verbraucherinnen mit kompetenter Beratung zu Themen wie Versicherungen, Finanzen, Patientensicherheit und Ernährung, vzhh.de

Kassenärztlicher Notdienst

Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie bitte immer die 112! Die Nummer 116117 wählen Sie, wenn Sie ärztliche Hilfe benötigen und Ihre Hausarzt- bzw. Facharztpraxis nicht erreichbar ist, arztruf-hamburg.de

Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine

Wer bei der Steuererklärung und Bescheidprüfung Unterstützung benötigt, kann sich vertrauensvoll an einen Lohnsteuerhilfeverein wenden. Eine Beratungsstelle finden Sie über den Bundesverband, bvl-verband.de

Die Notdienstzentrale

Holger Janetzko koordiniert bei der Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG die gemeinsame Notdienstzentrale der Wohnungsbaugenossenschaften.

Seit wann gibt es die Notdienstzentrale? Angefangen hat es 1975 mit einem Notdienst am Wochenende. Heute können die Mitglieder der 27 Wohnungsbaugenossenschaften, die sich für den gemeinsamen Notdienst zusammengetan haben, die ganze Woche außerhalb der Geschäftszeiten anrufen. Ein Team aus sechs versierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen betreut 132.000 Wohnungen in ganz Hamburg.

Wie läuft so ein Anruf ab? Der diensthabende Mitarbeiter erfragt, was genau das Problem ist, und versucht die Situation zu analysieren. Wenn es nötig ist, kontaktiert er den technischen Notdienst, den die jeweilige Genossenschaft bei uns hinterlegt hat. Wenn der Notdienst endet, informiert der Mitarbeiter die Genossenschaften per Mail über die Notfälle der Nacht oder des Wochenendes.

Wie viele Anrufe gehen pro Jahr ein? Im Herbst und im Winter während der Heizperiode sind es in der Regel mehr als im Sommer. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 20.900 Anrufe.

Waren das alles Notfälle? Nein. Es rufen viele Menschen an, die in der Nacht einfach mal mit jemandem sprechen möchten. Dafür sind wir aber nicht da. Nur bei etwa der Hälfte der Anrufe ging es überhaupt um Schäden – und davon waren viele keine Notfälle.

Was zählt als Notfall? Zum Beispiel ein Rohrbruch oder ein Heizungsausfall bei Minusgraden. Wenn der Herd nicht funktioniert oder der Wasserhahn tropft, handelt es sich nicht um einen Notfall.

Wenn der Notdienst einen Wunsch äußern dürfte, welcher wäre das? Ein netterer Ton. Manchmal werden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen regelrecht angepöbelt. Das ist nicht schön.

Hamburgs Höhen

8x

Schöne Aussichten auf die Stadt

Schöne Aussichten auf die Stadt

Genießen Sie den Weitblick

Hanseatische Gipfel

Hamburg, platt wie eine Flunder? Irrtum! Da wären zum Beispiel die Harburger Berge oder die Fischbeker Glatze. Dieser Bergführer würdigt zudem Berge der besonderen Art, wie etwa den Energieberg oder den Pinnasberg. „Bergführer Hamburg. 80 Touren und 89 Gipfel“ von Frank Wippermann (Junius)

Blick von St. Petri

Wow! Die Hauptkirche an der Mönckebergstraße besitzt auf 123 Metern die höchste Panoramaplattform der Stadt. Beim Aufstieg bis in die Spitze des Petriturms sind allerdings 544 Stufen zu bewältigen. Der Weg führt vorbei an einem Feuerwehrmuseum (!) und an den beeindruckenden Glocken. Die Belohnung für die sportliche Leistung ist ein spektakulärer Ausblick auf die Stadt und ihre Wahrzeichen. Mehr Infos: sankt-petri.de

Schöne Aussichten

Legendär seit den Anfangstagen – hier traten einst Annie Lennox oder Lenny Kravitz auf – ist das Kult-Café (kurz CSA) mit Blick auf Planten un Blomen bis heute ein besonderer Ort. In dem Buch „Schöne Aussichten“ (Junius) erzählen Alf Burchardt und Uriz von Oertzen seine Geschichte.

ViewPoint HafenCity

Ist es ein U-Boot? Oder doch ein Dino? Architektin Karin Renner ließ sich bei der Gestaltung einerseits von den „tierhaften Krananlagen im Hafen“ inspirieren und anderseits von „einem Periskop, das aus dem Nichts auftaucht und rundum schaut“. Seit Juli 2004 ermöglicht der 13 Meter hohe Turm an wechselnden Orten Aussichten auf die wachsende HafenCity. Derzeit steht er neben der Baakenbrücke.

Turm mit Geschichte

Blitzeinschlägen und Bränden zum Trotz: Der „Michel“ ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Hamburgs – der Ausblick vom Turm der Barockkirche wunderbar. Die glänzende „Elphi“ scheint zum Greifen nah. Sie erklimmen die 452 Stufen bis zur Plattform in 106 Meter Höhe zu Fuß – oder schweben im Fahrstuhl in 40 Sekunden hinauf. Mehr Infos: st-michaelis.de/turmerlebnis

Altonaer Balkon

Vis-à-vis dem Altonaer Rathaus, etwa 27 Meter über der Elbe gelegen, befindet sich der kleine Park mit großartiger Aussicht: Vom Altonaer Balkon blicken Sie auf die Hafenkräne, auf ein- und auslaufende Schiffe und die Köhlbrandbrücke (solange sie noch steht). Picknicken ist erlaubt – dabei können Sie auch die vielen Brautpaare beobachten, die sich hier fotografieren lassen.

Den Sternen so nah

Die Stockwerke hoch zur Aussichtsplattform im Planetarium sind nach den Wandelsternen im Sonnensystem benannt. Vom Erdgeschoss, der Ebene „Erde“, geht es zum „Mond“ im 1. Stock bis hinauf zur neunten Ebene – dem fernen Planeten „Neptun“. Oder Sie werfen von zu Hause aus via Webcam einen Blick vom Dach des Planetariums auf den Stadtpark und die Stadt. Mehr Infos: planetarium-hamburg.de

Dockland

Ist es wirklich ein Haus? Oder doch ein Schiff? Das sechsgeschossige Bürogebäude aus Stahl und Glas am Elbufer in Altona ist vor allem eines: eine begehbare Sehenswürdigkeit. Über eine Freitreppe mit 136 Stufen gelangt man auf die rund 500 Quadratmeter große Dachterrasse des Docklands – und blickt, wie vom Deck eines Luxusliners, auf Hafen und Elbe und genießt wunderbare Sonnenuntergänge.

Digitales Kreuzworträtsel

Ansicht des Gutscheins des Avocadostores

Jetzt darf gerätselt werden! Wer die Lösung findet, hat die Chance auf einen 100-Euro-Gutschein für den nachhaltigen Avocadostore – mit Produkten, die fair, umweltfreundlich und sozial verantwortlich hergestellt sind.

Viel Vergnügen beim Miträtseln!

Logo Avocadostore

So nehmen Sie teil:
1. Das Rätsel komplett ausfüllen
2. Über den anschließend eingeblendeten Link das Lösungswort angeben.

Einsendeschluss ist der 22.05.2026